Pressestimmen
...der Songschreiber, Gitarrist und Sänger Michael Riehm und der Musiker Thomas Doll (früher Gruppe "Espe") spielen Songs aus eigener Feder (einer der Höhepunkte des 8. Saarländischen Kleinkunstfestivals!)
Saarländisches KULTUR-JOURNAL 1/94
39. Kleinkunstabend im Studiotheater mit Gästen voller anregender Gegensätze.
Den Anfang machten Songschreiber, Gitarrist und Sänger Michael Riehm und der Musiker Thomas Doll, der, neben seinem Baß-Solo, vor allem an der Geige zu gefallen wußte. Michael Riehm kam mit seinen kritischen Texten und seiner wohlklingenden Stimme, die sehr gut mit den verschiedenen Instrumenten harmoniert, sehr gut beim Publikum an.
Saarbrücker Zeitung Montag,17.Januar 1994
Mit Musik und Magie Publikum verzaubert
Die meisten Künstler hatten beim Kleinkunst-Abend unter der Theel-"Breck" ein Heimspiel.
Musikalisch unterstützten Werner Frey und Dennis Ebert dann noch Michael Riehm und Detlev Schäfer von "Michael Riehms Electric Theelband. Bei den Rock-und Bluesstücken in Lebacher Platt - wie "Oh wie dat räänt" oder "Eich bleiw haut lain" hielt es die Fans der Band nicht mehr auf ihren Plätzen.
STADTZEITUNG 04.08.99
Grüne Welle schwappte klanggewaltig über die Theelstadt hin.
Zwei Bands melden sich in der Stadthalle zurück - Theel-Band und "Green Wave" zauberten Mundart-Blues und Orchestral-Pop mit Ecken und Kanten
Die "Electric Theel Band" machte den Anfang. Detlef Schäfer wirbelt mit seinem E-Baß auf der Bühne herum, sein Bruder Hans-Gerd Schäfer bearbeitet die Felle des grünen Schlagzeugs. Dazu entlockt Frontmann Michael Riehm seiner E-Gitarre Blues-Töne vom Feinsten. Seine Texte können nur die Einheimischen verstehen. Freche als auch sozialkritische Lieder schmettert der Gitarren-Künstler auf Lebacher Platt seinen Zuhörern entgegen. "Lu mo lo, lo leit er" gehört schon zu den Klassikern der Theelband "Leien" handelt von dem Alptraum eines jeden Langschläfers, wenn morgens der Wecker rappelt. Gitarre und Baß unterhalten sich währenddessen in der Sprache des Blues. Regen machen wollen die drei Vollblutmusiker mit ihrem Song "Wie datt räähnt". Nach lauthalsen Forderungen des Publikums präsentiert Sing-&-Songwriter Michael Riehm mit den beiden Schäfers eine besondere Zugabe, bei der jeder Lebacher mitsingen konnte. "In Lebach is Maat" haben sie ihr Abschlußstück getauft. Beeindruckende Soli von E-Baß und Schlagzeug ernteten begeisterten Applaus für solch einen Mundart-Blues in der Stadthalle.
STADTZEITUNG 27.05.99
 
"Lebensspuren" von Michael Riehm - live am 10. Januar
Stachel wider die Oberflächlichkeit
Michael Riehm   hat  die  Zahl  seiner Auftritte stets dosiert  und  kam  über  Saarland, und Pfalz  nie  hinaus.  Nun  legt
der 49-jährige Songschreiber aus Lebach sein Album "Lebensspuren"  (MusikverlagHayo) vor: mit 21 Liedern aus den 
Jahren 1970  bis 2000,  oft in  alten  Originalaufnahmen.  Beileibe keine leichte Kost.  Mit  verletzlicher  Stimme  singt
Riehm  von  Liebe,  Einsamkeit,  Sehnsucht  und  Tod.   Die  meist  dezent  mit  Akustik-Gitarre  und  wenig  drumherum
arrangierten Titel  knüpfen  an  die  großen  Songwriter  der   60er - Jahre an,  heißen  schon  mal "Kleine Höllen" oder
"Trübe  Gedanken" und spiegeln in teils schmuckloser Lyrik Selbsterlebtes wider.   "Apelle, Mahnrufe, hauptsächlich
an  mich selbst gerichtet", sagt Riehm, " für  mich  sind  sie  Lebenshilfe   und  Eigentherapie ".   Hartnäckig  wider den 
Stachel   oberflächlicher  Moden   anspielend,   kämpft   der sensible  Eigenbrötler  und  Sinn-Sucher   vor  allem  für  die
grenzenlose Freiheit der Fantasie.
STEFAN UHRMACHER   /    treff - regional   Nr.294  Dezember 2002
 
Lebensspuren, von Stiefeln hinterlassen
Lebach. Aufdringlichkeit kann man dem Lebacher Komponisten, Gitarristen und Sänger Michael Riehm nun wirklich
nicht vorwerfen, Der heute knapp 50-Jährige hielt sein Publikum stets knapp, weil er seine (in der Freizeit entstandene)
Arbeit  in  erster  Linie  für  etwas Intimes,  bisweilen  gar  Eigentherapeutisches  hält  und  es  ihn  Überwindung kostet, 
damit sozusagen vor die Haustür zu  gehen.  Jetzt  ist  denn aber doch ein  Schnitt erfolgt,  hat nämlich  Riehm  eine  fast 
siebzig Minuten lange CD mit 21 Liedern aus drei Jahr- zehnten, nämlich   von 1970 bis annähernd heute rausgebracht,
Titel-. "Lebensspuren", gewidmet  den Söhnen Benjamin und David sowie all denjenigen,"die das Geheimnis hinter  den
Dingen spüren und das Staunen über  das Wunderbare  allen Seins  nicht  verlernt haben ".  Diese  Erklärung  ist  nicht
unwichtig, halten doch viele  Hörer die Lieder vordergründig für düster, traurig, melancholisch,   depressiv  angehaucht 
sogar. Doppelzentner  Schwermut   werden aber nahezu aufgewogen  von   fast  ebenso  viel  Draufgängertum. " Fürchtet
euch nicht ", ruft der Barde  gar ausdrücklich und möchte drauf hinweisen, dass hier auch Lebenshilfe  drinsteckt. Man
muss aber ein wenig danach graben. "Ich bin fürs Leben fast  zu schwach gebaut",  singt Riehm, wobei die Betonung auf 
"fast" zu legen  ist. Denn schließlich hat er noch so viel " Kraft und Salz ",  dass  es ihn  nicht aus den Stiefeln haut,  im
Gegenteil.  Michael Riehm ist von der Haltung   ein tapferer Stiefelträger-Typ,  kein resignierender Sandalen-Mann wie
viele "Liedermacher". Er ist von seiner Attitüde nah am Rock und am  Blues,  auch wenn er zur  puren Akustik-Gitarre
singt.   Letztere  Instrumentierung   ist  Standard  auf  dieser  Platte,  die  bewusst  unperfekt  aufgenommen  ist.  Riehm
hat sie im Alleingang gemacht, manch altes Stück neu eingespielt,  aber  auch  Altaufnahmen einer Renovierung  unter-
zogen. Nicht jedem Hörer  wird alles gefallen,  was  Riehm,  zum Teil  aus  höchst privaten Motiven,  für  " wichtig " hält. 
Kompositionen  von hoher Qualität wie" Bomben für die Armen "  leiden unter hölzernen Worten,  an anderer Stelle hat
die Musik den Feinschliff  der Texte nicht mitbekommen.  Dennoch sind die " Lebensspuren " ein  überdurchschnittlich 
gutes Singer/Songwriter-Album,  dem  auch  jede  provinzielle  Trivialität fehlt.  Das ist bei Werken,  die der Träumerei, 
Freihei   und  Schönheit  dienen,  nicht  selbstverständlich.  Ein  Quell  der  Freude  ist  Riehms  hohe Stimme,  die leicht
vibriert, nie kippt und an Steve Winwood erinnert. 
SZ - 27.Dezember 2002  -----    PETER WAGNER